3D Schalungsplanung | Museum MARTa, Goebenstr. 2-10, Herford

von Frank Gehry & Associates

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Die Komplexität des Entwurfs von Frank O. Gehry erforderte einen hohen planerischen Aufwand, der in konventionell erstellten, zweidimensionalen Plänen schwer zu erfassen war.
Die sonst üblichen Maßtoleranzen mussten auf ein Minimum reduziert werden und die Qualität der Ausführung bereits bei den Rohbauarbeiten auf den Standard von Innengewerken angepasst werden.

Rohbau

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Projektdaten und Materialien

Ort: Herford, germany
Auftraggeber: Gemeinnützige Gesellschaft für Möbel, Kultur und Kunst mbH
Architekt: Frank Gehry & Associates Inc., Santa Monica
in Kooperation mit der Archimedes GmbH
Planung: 1998 – 2001
Ausführung: 2001 – 2005
Grundstücksfläche: 8.100 qm
Bebaute Fläche: 3.200 qm
Geschossfläche: 7.000 qm
Nutzfläche: 6.000 qm
Verkehrsfläche: 400 qm
Ausstellungsfläche: 2.500 qm
Umbauter Raum: 37.900 kubikmeter (BRI)

Auf dem ehemaligen Firmengelände eines Bekleidungsherstellers ist das neue Museum für Möbel, Kultur und Kunst in Herford entstanden. Das Gebäude setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen: Größter Neubau ist der 1.200 qm große Ausstellungsbereich. Das ehemalige Betriebsgebäude, das mit einer halbtransparenten Metallwand abgeschirmt wird, bildet das Verbindungsglied zwischen den einzelnen Teilen. Zwei weitere Neubaukomplexe beherbegen Verwaltungs- und Konferenzräume sowie eine Cafeteria.

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Auf der Grundlage exakter 3D-Daten wurden sämtliche Stahlbauteile der skulpturalen Überdachung CNC-gefertigt. Auf die doppelt gekrümmte Gitterschale als Sekundärträger wurden CNC-gefräste Edelstahl-Paneele schindelförmig überlappend geschraubt. Auch für die gekrümmten Wände in Massivbauweise in Beton wurden komplexe Schalelemente aus Holz aus CAD-Daten erstellt und nach Verschalung mit Wärmedämmung sowie einer außenliegenden Klinkerschicht verkleidet.

Materialien

Edelstahl: ca. 5000 qm
Klinkerwände: ca. 3120 qm (ca 180.000 Klinkersteine)
Gipskarton: ca. 6050 qm
Rüttelstopsäulen: ca. 4000 qm
Stahl: ca. 400 t
Baustahl: ca. 280 t
Stahlbeton: ca. 500 kubikmeter





Das Exterior-Master-Modell als Grundlage für die gesamt Schalungsplanung der Ortbetonwände und Decken.

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Decken und Wände sind aus Stahlbeton in Dicken von 24 cm hergestellt.
Für die Herstellung der Geometrie der Wand- und Deckeflächen waren rund 500 individuell geformte Schalungselemente
notwendig, die mit einem CNC-Fräsen passgenau geschnitten und vor Ort mit einer GPS-Technologie positioniert wurden.
Wichtiger Bestandteil der Schalungsplanung waren die Einsatzpläne für die Positionierung der Sonderschalung vor Ort. Diese
garantierten einen einfachen und reibungslosen Aufbau im „Baukastenprinzip“.
Alle Elemente wurden just-in-time zur Baustelle geliefert und mit nur geringen Lagerzeiten oder sogar direkt vom LKW verbaut.