Neubau eines Stadtquartiers „Gleis 13“ | Gütersloh, Zentrum


Aus der alten, einsturzgefährdeten Gütersloher Güterabfertigungshalle gegenüber des Hauptbahnhofes wird »Gleis 13«.
Unter diesem Titel wird das seit 1997 brach liegende Areal in ein modernes, lebendiges Stadtquartier verwandelt.

GLEIS 13_gesamt

Das Areal

Das rund 10.000 Quadratmeter große, zentrumsnahe Areal des Güterbahnhofs war bis in das letzte Quartal des vorigen Jahrhunderts Bestandteil des industriellen Herzens der Stadt Gütersloh.
Der Strukturwandel, der seitdem eingesetzt hat, führt zur umfassenden Neubewertung im Hinblick auf die zukünftige städtebauliche Entwicklung. Das inmitten der Stadt gelegene Areal wird zukünftig ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung der Stadt Gütersloh sein.

Anfang 2013 wurde die von der Deutschen Bahn freigestellte und seit mehreren Jahren brachliegende Gewerbefläche zum wiederholten Male national ausgeschrieben.

Positiv prägend für die gegenwärtige Situation ist das Angebot an Grünflächen süd-östlich des Projektgrundstücks, sowie die stadtuntypische Weite aufgrund der Bahntrassen in nord-westlicher Richtung.
Entlang des Projektgrundstücks führt der Lange Weg als wichtige Querverbindung zwischen den Stadtteilen. Geprägt wird der Lange Weg einerseits durch die harte Raumkante der Stützmauer des Bahndammes und andererseits durch die unstrukturierte Hinterseite der zur Carl-Bertelsmann-Straße orientierten Grundstücke.

G13_FGP


Die Bebauung „Vom Güterbahnhof zum Erlebnisquartier“

Das Areal der ehemaligen Güterabfertigung hat für den öffentlichen Raum der Stadt Gütersloh wichtige Bedeutung.
Für den Bahnreisenden eröffnet sich ein erster Eindruck der Stadt Gütersloh und wie diese sich im öffentlichen Raum präsentiert.

Vier Büro- und Verwaltungsgebäude und ein Sonderbau für Freizeit und Fitness bilden die entlang der Bahntrassen aufgereihte Neubebauung.
Die gewählte Struktur des Masterplanes erlaubt eine Vielzahl von gewerblichen Nutzungsarten und -größen innerhalb der Gebäudekomplexe, von denen jeder auf einem eigenen Grundstück errichtet wird.

Die Baumassen werden durch die Abfolge von Freiflächen sowie durch die Öffnung der Höfe so angeordnet, dass sich möglichst viele Blickbeziehungen durch die Bebauung hindurch ergeben und eine räumliche Verzahnung mit den angrenzenden Stadträumen ergeben.
Eine übersichtliche Strukturierung, die Herausarbeitung der räumlichen Qualitäten und die Ausbildung eines individuellen Charakters sowie eine einfache Orientierung sind von besonderer Bedeutung.
Ziel ist es, dem neuen Quartier Gleis 13 eine eigene Identität und Wertigkeit zu verleihen und zu einem attraktiven urbanen Stadtraum zu entwickelt und auf diese Weise seine Bedeutung für die zukünftigen Nutzer sowie für den städtebaulichen Kontext zu stärken.

Neben dem Arbeitsplatz sollen Menschen wegen Angeboten aus der Fitness-, Liftestyle und Gesundheitsbranche zum »Gleis 13« kommen.
Insgesamt werden bis zum Jahr 2021 rund 25 Millionen Euro investiert.