Sanierung und Umbau eines Wohnhauses | Anton-Bruckner-Str. 12, Bielefeld



Zusammen mit der hellgrau getönten Glattputzfassade und der Anordnung der rahmenlos erscheinenden, flächenbündigen Fensterprofile ergibt sich ein völlig neues Fassadenbild, welches jedoch den Charakter des Hauses respektiert.
Insgesamt wird das Erscheinungsbild des Gebäudes nun durch eine sehr ruhige und zurückhaltende architektonische Haltung geprägt, was sich besonders in der minimalisierten Gestaltung sämtlicher Details und Bauteil-Anschlüsse, als auch im Farbkonzept widerspiegelt.
Das Ziel, sämtliche Details auf das formale Minimum zu reduzieren wurde auch bei der Neugestaltung des Eingangs zum Leitmotiv:
In eine vollständig flächenbündige Wandscheibe wurde die Eingangstür, eine Briefkastenanlage, die Türkommunikation sowie die Leuchten integriert.
Eine freitragende, einseitig eingespannte Glasscheibe dient als Überdachung und bildet den räumlichen Abschluss über dem Eingang.
Ein L-förmiges Betonfertigteil mit separater Antrittsstufe dient nun als Eingangspodest.
Für die zusätzliche Belichtung der Räume wurden auf der Westfassade zwei große, bodentiefe Fensteröffnungen ergänzt und im Erdgeschoss mit einer aufgeständerten Terrasse versehen. Diese ermöglicht nun erstmals den ebenerdigen Zugang zum Garten.
Das neu installierte, moderne BUS-System zur automatisierten Regelung von Heizung, Sonnenschutz und Beleuchtung ist den Bedürfnissen der Nutzer entsprechend programmiert und dient ebenfalls der Energieeinsparung bei gleichzeitiger Steigerung der Wohnqualität
Der Einsatz zahlreicher LED-Leuchten im Innen- und Außenbereich reduziert weiter den Stromverbrauch des gesamten Hauses.
Formal reduzierte Wandleuchten und bündig eingelassene Lichtlinien unterstreichen das Gesamtkonzept.

Fassadendetails nach der Sanierung








Der nach außen erweiterte Grundriss auf einer aufgeständerten Terrasse




Der vollständig flächenbündige Eingang mit Briefkästen und Türkommunikation



Folgende Einzelmaßnahmen am Bestandsgebäude durchgeführt:

  • Dämmung und Abdichtung der Kelleraußenwände durch ein 140 mm dicke Polystyroldämmung Perimeterdämmung (WLG 035) gegen das anstehende Erdreich
  • Dämmung der Kellerdecke mit einer hochwertigen 80mm Resolharz-Dämmplatte (WLG 021)
  • Dämmung der Außenwände durch ein 160 mm starkes Wärmedämmverbundsystem (WLG 030)
  • Aufbringung einer 200 mm starken Zwischensparrendämmung
  • Austausch der Gasheizung gegen eine Gasbrennwerttherme
  • Austausch sämtlicher Fenster und Türen durch dreifach-verglaste Elemente mit einem Ug-Wert von 0,7 W/m²K


Innen:



Flüssigkeitsgekühlte LED-Lampen tragen zur Reduzierung des Stromverbrauchs bei



Zur Reduktion sichtbarer Strukturen sowie einer formalen Integration von technisch-funktionalen Elementen wurden Fenster mit verdeckten, integrierten Bändern und flächenbündig eingelassenen Garnituren und Rosetten eingesetzt.



Passgenau eingesetzte Innenfensterbänke aus 8mm Faserzementplatten ohne Verleistung oder den Einsatz von Silicon bzw. Acryl



Baustelle